Gaspreisentwicklung: Kosten sparen dank Anbieterwechsel

Wir erklären, wie Gas abgerechnet wird, welchen Verbrauch Sie für Ihren Haushalt einkalkulieren sollten und wie die Gaspreisentwicklung auf dem Weltmarkt die Kosten für Ihren Gasverbrauch beeinflusst. Mit einem Anbieterwechsel sichern Sie sich den günstigsten Tarif!

Gaspreis: Abrechnung pro m3, in kWh oder in l?

Auf dem Stromzähler und der Stromabrechnung kann man den Verbrauch eines Haushalts in Kilowattstunden (kWh) ablesen. Anders verhält es sich bei Gas: Zwar wird auf der Jahresabrechnung der Gaspreis für verbrauchte kWh ausgewiesen, jedoch misst der heimische Gaszähler den Verbrauch in Kubikmetern (m3), einer Maßeinheit für Volumen.

Eine Kilowattstunde entspricht der aufgewendeten Energie, die ein Gerät mit einer Leistung von 1.000 Watt innerhalb einer Stunde verbraucht. 1.000 Watt sind eine gängige Leistung für einen Toaster – ein Stromanbieter würde also 1 kWh Strom liefern, wenn Sie einen Toaster eine Stunde lang betreiben. Etwas realitätsnäher sind die Beispiele eines recht sparsamen Staubsaugers oder eines sehr potenten Spiele-PCs, die je eine Stunde lang unter Volllast laufen. Jedoch ist die Maßeinheit kWh nur für elektrische Energiemengen gängig – für Erdgas gilt, wie für alle anderen gasförmige Stoffe, eine Mengenangabe mittels einer Volumeneinheit.

Die Angabe des verbrauchten Erdgasvolumens sagt beim Blick auf den Zähler zunächst wenig darüber aus, welche Energiemenge mit dem gelieferten Gas erzeugt wurde. Auch beim Vergleich von Gastarifen ist eine Kubikmeterzahl wenig nützlich, denn Anbieter geben üblicherweise den Gaspreis in kWh an. So wird auch die aktuelle Gaspreisentwicklung erst nachvollziehbar, wenn man den eigenen Verbrauch in kWh kennt. Die Umrechnung geht mit folgender Formel ganz einfach:

kWh = Kubikmeter x Brennwert x Zustandszahl

Die Zustandszahl beschreibt das Verhältnis des Normzustands für Erdgasvolumen zum tatsächlichen Zustand bei der Auslieferung an den Verbraucher. Der Brennwert gibt die Energie an, die bei der Verbrennung des Erdgases und der anschließenden Abkühlung und Kondensation der Verbrennungsgase freigesetzt wird. Die Angaben des Brennwerts und der Zustandszahl finden sich auf der Jahresabrechnung des Gasanbieters.

Gasverbrauch für Ihren Haushalt ermitteln

Der durchschnittliche Gasverbrauch für Ein- und Mehrpersonenhaushalte wird in der Regel anhand der Quadratmeterzahl des Wohnraums geschätzt. So geht man bei einer Wohnung mit ca. 30 m2 von einem durchschnittlichen Gasverbrauch von rund 4.000 kWh im Jahr aus. Bei einer Wohnung von etwa 100 m2 Größe nimmt man einen Verbrauch von rund 14.000 kWh pro Jahr an, für ein Einfamilienhaus ca. 30.000 kWh jährlich.

Dies sind nur grobe Orientierungswerte: Nicht jeder Haushalt verwendet Gas zum Heizen, es leben unterschiedlich viele Personen in Haushalten, Haushaltsgeräte können veraltete Stromfresser oder modern und effizient sein, die Qualität der Dämmung ist unterschiedlich. Deshalb ist es am aussagekräftigsten, die Gasabrechnungen der letzten Jahre zurate zu ziehen.

Gaspreisentwicklung: Verbraucher profitieren von Wettbewerb

Erdgas wird wie auch Strom und andere Energieträger via European Energy Exchange (EEX), der Europäischen Energiebörse in Leipzig, gehandelt. Sie ist der zentrale Marktplatz für den Energiehandel in Europa: Hier kaufen und verkaufen Händler Gas, das aus Russland, den Niederlanden und Norwegen importiert wird. Der Importpreis wird nicht direkt an den Verbraucher weitergegeben, sondern es werden Steuern, Kosten für die Bereitstellung der Infrastruktur für den Gastransport und Vertriebskosten aufgeschlagen.

Der Gasmarkt wurde in Deutschland Ende der 1990er-Jahre liberalisiert. Zunächst traten jedoch nur wenige Anbieter in Konkurrenz mit den großen Konzernen, sodass er wenig dynamisch blieb. In den letzten Jahren nahm die Menge des an den weltweiten Energiebörsen gehandelten Gases zu und es entwickelte sich mehr Konkurrenz um günstige Gaspreise an der Börse – das wirkt sich positiv auf die Gaspreise aus, die Verbraucher zahlen.

So zeigte die Gaspreisentwicklung 2016 ebenso wie im Jahr davor sinkende Preise für Endverbraucher. Zahlten Verbraucher 2014 noch rund 7,20 Cent pro kWh beim Grundversorger, waren es 2015 etwa 7,11 Cent und 2016 dann nur noch rund 6,99 Cent. Der Gaspreis 2017 sank zum Jahresanfang abermals. Inzwischen haben russische Gaskonzerne Preiserhöhungen angekündigt. Auch die aktuellen US-Sanktionen gegen Russland, die auch Pipelines zum Energieexport von Russland nach Mitteleuropa tangieren, könnten sich in Zukunft auf die Gaspreisentwicklung auswirken. Übrigens: Die Bindung an den Ölpreis gibt es heute faktisch nicht mehr, das heißt, dass Gaspreise sich nunmehr unabhängig vom Preis für Erdöl entwickeln.

Der Blick auf die Gaspreisentwicklung lohnt sich

Es lohnt sich für Verbraucher, die Gaspreisentwicklung zu beobachten und gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln – insbesondere bei einer Tendenz zu steigenden Gaspreisen. Viele Kunden scheuen noch immer den Abschied vom teuren Grundversorger, dabei kann man durch den Wechsel zu einem günstigeren Versorger von satten Ersparnissen profitieren und sogar Prämien erhalten. Ein Vergleich von Gastarifen zeigt, wo aktuell die besten Konditionen zu haben sind: Dafür werden der Jahresverbrauch an Gas in kWh und die Postleitzahl des Wohnortes benötigt.

Günstige Tarife und attraktive Prämien bei WEB.DE Gas

Mit den drei Gastarifen von WEB.DE ist für jeden Haushalt etwas dabei: Mit dem Tarif WEB.DE Gas Kombi erhalten Sie beim Wechsel eine attraktive Prämie, mit dem Tarif WEB.DE Gas Bonus sichern Sie sich einen attraktiven Bonus für Neukunden. Wer Wert auf Flexibilität legt, ist mit dem monatlich kündbaren Tarif WEB.DE Gas Flex gut beraten. Sichern Sie sich jetzt den WEB.DE Gas Tarif, der zu Ihnen passt!