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Solarpanel Balkon: Solarstrom hausgemacht

Mit einem Solarpanel auf Balkon oder Terrasse kann ein privater Haushalt selbst Strom produzieren: Selbstproduzierter Solarstrom direkt vom Balkon in die Steckdose! Ob man also zur Miete wohnt oder eine eigene Wohnung besitzt, diese Art der Stromgewinnung kann gerade in Zeiten stetig steigender Strompreise eine echte Alternative und eine dauerhafte finanzielle Entlastung sein. Doch aufgepasst: Wer ein kleines "Balkonkraftwerk" zu Hause betreibt, erzeugt damit in der Regel Strom für den Eigenbedarf, nicht für die Netzeinspeisung. Produziert man mehr Strom als erlaubt und möchte man eine Vergütung für die Einspeisung von Überschüssen, hat man dieselben Auflagen zu erfüllen, wie die Betreiber großer Photovoltaikanlagen.

Wie funktioniert ein Solarpanel auf dem Balkon?

Ein Solarpanel, auch Solarmodul, Photovoltaikmodul oder Solarplatte genannt, ist das Kernstück einer Solaranlage. Über das Solarpanel werden die Sonnenstrahlen in elektrische Energie umgewandelt. Diese Anlagen werden an eine Steckdose des jeweiligen Haus- oder Wohnungsstromkreises angeschlossen und bestehen in der Regel aus einem Solarmodul und einem Wechselrichter, der den vom Modul produzierten Gleichstrom in Haushalts-Wechselstrom umwandelt.

Tipp: Ist nicht genug Platz für ein Solarpanel auf dem Balkon vorhanden oder sind die Bedingungen für eine Montage nicht optimal, gibt es noch eine andere Möglichkeit, umweltfreundlich und günstig Strom zu beziehen. WEB.DE Strom liefert in allen Tarifen 100 % Ökostrom

Solarpanel auf dem Balkon: Tipps zur Montage

Im Grunde genommen ist die Montage eines Solarpanels auf dem Balkon denkbar einfach: Stabil und sicher montieren, Stecker in die Steckdose und schon kann es losgehen (Plug & Play). Doch vor der Montage einer Solar-Stecker-Anlage gibt es noch folgendes zu beachten:

Der richtige Standort
Die optimale Ausrichtung eines Solarpanels liegt nach Süden bei einem Neigungswinkel von 30 bis 35 Grad. Bei der Installation eines Solarpanels auf Balkon oder Terrasse ist die Ausrichtung nach der Himmelsrichtung oft aus baulichen Gründen begrenzt, sodass es zu leichten Einbußen bei der Stromgewinnung kommen kann. Dennoch gilt: Einen sonnigen Platz mit wenig Schatten wählen, die Sonneneinstrahlung sollte möglichst senkrecht auf das Panel erfolgen und die Module dürfen nicht durch herabfallende Blätter oder durch Schmutz verdeckt werden.

Befestigung und Montage
Das Solarpanel muss fest auf seiner Stellfläche verankert und so montiert werden, dass Wechselstromrichter, Kabel und Steckdose vor Unwetter geschützt sind. Im Allgemeinen hat man bei der Befestigung eines Solarpanels auf dem Balkon zwei Möglichkeiten: Man installiert das Solarpanel an der Balkonaußenseite und schraubt es am Rahmen fest. Oder man montiert es auf einem Befestigungsrahmen bzw. einem flexibel einstellbaren Gerüst. Den Stellrahmen mit Solarpanel und montiertem Wechselrichter stellt man waagrecht oder senkrecht und richtet ihn optimal aus.

Gibt es einen Unterschied zwischen Solaranlagen, Solarzellen und Solarmodulen?

Solaranlage ist ein Überbegriff: Koppelt man mehrere Solarpanels aneinander, ergibt das eine Solar- oder Photovoltaikanlage.  Diese Art der Anlage wandelt Sonnenlicht dann entweder in elektrischen Strom (Photovoltaik) oder thermische Energie (Solarthermie) um. Mittels Solaranlage kann ein Haushalt tatsächlich einen beachtlichen Teil des Strom- und Wärmebedarfs decken. Eine Solarzelle ist die kleinste Einheit eines Solarmoduls, das bedeutet: Ein Solarmodul besteht aus vielen einzelnen Solarzellen. Die Anzahl der Solarzellen ist dann von der Größe des Solarmoduls abhängig.

Welche Solarmodule sind für ein Balkonkraftwerk geeignet?

Wer in Deutschland ein Solarpanel auf dem Balkon hat bzw. ein eigenes Balkonkraftwerk betreibt, darf das nur mit einer maximalen Leistung von 600 Watt pro Jahr tun. Man könnte also theoretisch auch zwei Solarmodule mit je a zwei 300 Watt anschließen; Standardmodule haben eine Nennleistung von 300 Watt. Doch wichtig zu wissen: Entscheidend ist immer die Strommenge, die eingespeist wird, nicht das, was vom Solarmodul erzeugt wird. Produziert man mehr Strom als erlaubt und/oder möchte man für Überschüsse eine Vergütung, hat man dieselben Auflagen zu erfüllen wie die Betreiber großer Photovoltaikanlagen. Dann muss man einen Fachbetrieb mit der Montage bzw. Installation beauftragen, u.a. wird ein Stromzähler mit Rücklaufsperre benötigt.

Welche Solarpanels sind die besten?

Auf Balkon oder Terrasse sind kristalline Solarmodule häufig zu finden, da diese den höchsten Wirkungsgrad haben. Dabei weisen monokristalline Solarmodule einen höheren Wirkungsgrad auf als polykristalline Module: Das ist vor allem dann entscheidend, je kleiner die verfügbare Fläche (auf dem Balkon) ist, da die Stromausbeute hier bei gleicher Fläche höher ist. Doch diese monokristallinen Solarmodule sind auch etwas teurer. Geht es um die Leistung, sind 275 bis 330 Watt-Solarmodule Standard. Welches Solarpanel auf einem Balkon am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen individuellen Gegebenheiten und Faktoren ab. Grundsätzlich kann eine Stecker-Solaranlage an zahlreichen Orten zur Stromerzeugung eingesetzt werden, z. B. auf dem Dach, auf der Garage oder im Garten.

Wie viel Leistung bringt eine Mini-PV-Anlage auf dem Balkon?

Ein Mini-Photovoltaik-Anlage erzeugt zwischen 300 bis 600 Watt pro Jahr. Im Vergleich zu einer gängigen Photovoltaikanlage ist ein Solarpanel für Balkon oder Terrasse deutlich kleiner, sowohl wenn es um Größe als auch um Leistung geht. Eine handelsübliche Solaranlage auf dem Dach kann bis zu 10.000 Watt pro Jahr erzeugen.

Wie viele Balkonkraftwerke sind erlaubt?

In Deutschland ist ein Balkonkraftwerk pro Haushalt mit höchstens 600 Watt Einspeiseleistung pro Jahr üblich. Wer mehr produziert bzw. diesen Wert überschreitet muss sein Balkonkraftwerk von einem Fachbetrieb prüfen bzw. installieren lassen. Rein rechtlich gesehen gibt es keine Beschränkung der Anzahl von Balkonkraftwerken, solange die Stromerzeugung von 600 Watt pro Jahr nicht überschritten wird.

Solarpanel auf dem Balkon – ein kleiner Überblick:

  • Stecker-Solar-Anlagen verfügen meist über ein bis zwei Solarpanels mit jeweils 100 bis 400 Watt Leistung. Damit die erlaubte Höchstleistung von 600 Watt nicht überschritten wird bzw. mehr ins Stromnetz eingespeist wird als erlaubt, reguliert ein Wechselrichter die Gesamtleistung.
  • Aufgrund der Energiekrise steigt die Nachfrage seit 2021/2022 nach selbst produziertem Strom. Eine Mini-Solaranlage auf dem Balkon kostet daher aktuell rund 650 Euro oder je nach Ausführung auch etwas mehr.
  • Zwar hat die Europäische Union kleine Stromerzeuger unter 800 Watt als "nicht signifikant" eingestuft, trotzdem bestehen die deutschen Netzbetreiber darauf, dass ihnen alle Erzeugungsanlagen gemeldet werden – unabhängig von der Leitung. Daher sollte auch ein kleines privates Balkonkraftwerk beim Netzbetreiber angemeldet sein und im Markstammdatenregister eingetragen werden. Benötigt man Hilfe oder hat Fragen, hilft auch der Fachhandel oder ein Elektroinstallationsbetrieb weiter. Auch Verbraucherzentralen stehen bei diesem Thema mit Rat und Tat zur Seite.
  • Möchte man ein Solarpanel auf dem Balkon einer Mietwohnung montieren, sollte man vorsichtshalber auch den Vermieter benachrichtigen. Eventuell steht das Haus unter Denkmalschutz und eine Installation ist nicht erwünscht oder erlaubt. Grundsätzlich verbieten können Wohnungseigentümer die Nutzung eines Solarpanels auf dem Balkon allerdings nur in wenigen Ausnahmefällen.
  • Ein Solarpanel auf dem Balkon nimmt nicht viel Platz in Anspruch und lässt sich in der Regel schnell und einfach selbst am Balkon- oder Terrassengeländer montieren.
  • Die meisten Anlagen haben einen Schuko-Stecker, so dass man sie problemlos an einer normalen Wandsteckdose anschließen kann. Tipp: Möchte man auf Nummer sicher gehen, sollte man von einem Fachbetrieb einen Wieland-Stecker anbringen lassen.

Fazit: Lohnt sich ein Solarpanel auf dem Balkon?

Ja, grundsätzlich schon. Allgemein lässt sich festhalten, dass ein Solarpanel auf dem Balkon durchaus dabei hilft, auf lange Sicht Geld zu sparen. Die Kosten für die Investition mögen anfänglich etwas höher sein, doch man kann davon ausgehen, dass sich diese Anschaffung mit der Zeit amortisiert: Wer ein Balkonkraftwerk betreibt, bezieht knapp zehn Prozent weniger Strom vom Netzbetreiber. Zudem produziert man selbst Ökostrom, also Strom aus einer regenerativen Energiequelle, und leistet einen eigenen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltfreundlichkeit. Eine kleine Balkon-Photovoltaikanlage ist zudem mobil und kann jederzeit wieder an einem anderen Ort montiert werden. Sie ist somit gerade für Mietwohnungen hervorragend geeignet. Solarpanels sind zudem eine sichere Technologie, und lassen sich normalerweise recht einfach montieren und in Betrieb nehmen. Wer also auf Balkon oder Terrasse genug Platz und gute Bedingungen für ein Solarpanel hat, sollte sich tatsächlich ausführlicher zum Thema Balkonkraftwerk informieren.