Mit einem Heizkostenrechner die Energiekosten sicher berechnen

Heizkosten lassen sich auf Grundlage der Wohnfläche berechnen. Darüber hinaus hat eine Reihe weiterer Faktoren Einfluss auf die Kosten für Heizung und Warmwasser. Dazu gehört beispielsweise auch die Höhe der Decken – schließlich wird nicht die Grundfläche, sondern der Raum beheizt.

Auf dieser Grundlage lassen sich Heizkosten berechnen

Mit der Wohnfläche steigen grundsätzlich auch die Heizkosten. Mit einer einfachen Rechnung lassen sich daher Heizkosten über die qm (Quadratmeter) näherungsweise berechnen. Damit ist aber nur ein Einflussfaktor von mehreren berücksichtigt. Für ein genaueres Ergebnis sollte der Heizkostenrechner außerdem die Art und Menge des Energieträgers sowie dessen aktuellen Preis pro kW/h einbeziehen. Abhängig davon, ob die Heizungsanlage mit Erdgas, Heizöl, Fernwärme oder anderen Energieträgern wie Pellets betrieben wird, können bei gleicher Quadratmeterzahl erhebliche Unterschiede entstehen. Hier finden Sie Informationen zur Gaspreis-Entwicklung.

Nicht berücksichtigt ist bisher, wie energieeffizient die Anlage arbeitet. Auch bei modernen Heizungsanlagen wird nicht die gesamte zugeführte Energie in Heizenergie umgewandelt. Energieverluste können durch einen niedrigen Wirkungsgrad der Anlage und Pufferverluste entstehen. Heizkostenrechner berücksichtigen diese Verluste mitunter über den Jahresnutzungsgrad.

Auf dieser Grundlage arbeiten Heizkostenrechner:

  • Die beheizte Wohnfläche in qm
  • Der Brennstoffverbrauch in kW/h
  • Der verwendete Energieträger bzw. Brennstoff
  • Der aktuelle Preis des Energieträgers

Wer den Gesamtverbrauch in kW/h kennt, kann abhängig vom aktuellen Preis des Energieträgers die Heizkosten berechnen. Dieser ist in der Heizkostenabrechnung zu finden. Wichtige Informationen zur Heizkostenabrechnung finden Sie hier.

Vergleichswerte für die Heizkostenrechnung

Heizkostenrechner geben Aufschluss, wie hoch die Kosten abhängig von der Wohnfläche sowie dem Energieträger ausfallen. Der ermittelte Wert sagt zunächst wenig darüber aus, wie die Heizkosten zustande kommen und ob die Heizkosten im Vergleich zu anderen Haushalten hoch oder niedrig sind. Die folgenden Werte geben Ihnen eine Orientierung, wie hoch der jährliche Gasverbrauch abhängig von der Wohnfläche ist:

  • Bei 30 qm durchschnittlich 5.000 kW/h
  • Bei 50 qm durchschnittlich 7.000 kW/h
  • Bei 70 qm durchschnittlich 10.000 kW/h
  • Bei 90 qm durchschnittlich 13.000 kW/h

Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um Richtwerte. Bereits das Baujahr des Hauses kann den Energiebedarf der Heizung gravierend beeinflussen. Bei einem 2010 oder später erbauten Haus mit energieeffizienter Anlage mit hohem Wirkungsgrad und moderner Dämmung kann der Verbrauch durchaus um die Hälfte niedriger sein als bei einem Haus mit Baujahr 1970. Besonders deutlich wirkt sich die Energieeffizienz eines Gebäudes bei Einfamilienhäusern aus.

So setzen Sie Ihre Heizung effizient ein

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Heizkosten mit einfachen Mitteln zu reduzieren. Intelligentes Lüften stellt beispielsweise eine ausreichende Luftzirkulation sicher und hält den Wärmeverlust gering. So ist es empfehlenswert, kurz, aber mit vollständig geöffnetem Fenster zu lüften. Die Heizung sollten Sie währenddessen abstellen. Dauerhaftes Kippen bei laufender Heizung ist dagegen ein echter Kostentreiber.

Möbel sollten außerdem niemals vor Heizkörpern aufgestellt werden. Sie verhindern, dass sich die abgegebene Wärme im Raum verteilen kann. Zudem schadet die warme Luft dem Material der Möbel.

Heizkörperthermostate halten zum einen die Raumtemperatur konstant und verhindern ein Überheizen, zum anderen erlauben sie es, die Heizung für bestimmte Zeiträume automatisiert abzustellen. So können Sie einen automatisierten Heizplan umsetzen, der Lüftungszeiten und die Raumnutzung miteinbezieht.

In unserem Beitrag zum Sparen bei Heizkosten finden Sie zahlreiche weitere Tipps.