Stromanbieter in Berlin: Große Auswahl in der Hauptstadt

Mehr als 3,4 Millionen Menschen leben in der deutschen Hauptstadt und sie alle wollen mit Strom versorgt werden. Es gibt eine große Auswahl an Stromanbietern in Berlin. Von günstigen Stromdiscountern bis zu Anbietern von Ökostrom finden Sie in Berlin alles. Was viele nicht wissen: Die Metropole im Osten Deutschlands hat dank ihrer bewegten Geschichte ein ganz besonderes Verhältnis zum Strom.

Berlin schreibt Geschichte

Im 19. Jahrhundert entstand in Berlin die öffentliche Energieversorgung, die später ganz Deutschland erhellen sollte. 1882 leuchtete in der Wilhelmstraße die erste Straßenlampe mit elektrischem Licht. 1884 gründete die Deutsche Edison-Gesellschaft das "Städtische Elektricitäts-Werk", das sich später in Bewag umbenannte und die Berliner jahrzehntelang mit Strom versorgte. Ein Jahr später entstand am Gendarmenmarkt das erste öffentliche Kraftwerk in Deutschland. Im Oktober 1915 übernahm der Berliner Magistrat die Anlagen des Versorgungsunternehmens. Dazu gehörten zu diesem Zeitpunkt sechs Kraftwerke, ein 7.740 Kilometer langes Kabelnetz und 1.044 Kilometer Telefon- und Prüfdrahtnetz, womit über 50.000 Kunden versorgt wurden.

Elektrizität war lange Zeit den besser betuchten Berlinern vorbehalten. Erst in den 1920er- und 1930er-Jahren setzte sich der Strom in Berlin langsam in Privathaushalten durch. 1925 war jeder vierte Haushalt an das Stromnetz angeschlossen. Durch die Teilung der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg wurde West-Berlin zur "Strominsel". Während der Ostteil der Stadt seinen Strom aus der DDR und Osteuropa bezog, musste der Westen sich selbst versorgen. Dafür wurden acht Kraftwerke neu errichtet oder modernisiert. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurden die Stromnetze wieder unter dem Namen Bewag vereint, was allerdings einige Zeit in Anspruch nahm.

Grundversorgung: Vattenfall liefert Strom in Berlin

Die Bewag war anschließend das städtische Versorgungsunternehmen von Berlin. 2003 übernahm das schwedische Energieunternehmen Vattenfall die Bewag. Dadurch wurde Vattenfall zum Grundversorger der Hauptstadt. Der Grundversorgertarif ist allerdings oft nicht gerade günstig, wenn man andere Stromanbieter in Berlin im Vergleich betrachtet. Insgesamt 450 Anbieter versorgen die Berliner mit Strom. WEB.DE Strom liefert ebenfalls günstigen Strom in die Hauptstadt. Wenn Sie einen unserer Tarife wählen, sparen Sie monatlich Bares im Vergleich zum Grundversorgertarif von Vattenfall. Der Wechsel ist in 5 Minuten geschafft. Nutzen Sie unseren Stromvergleich und füllen Sie das Online-Formular aus. Den Rest übernehmen wir. Wir kündigen Ihren alten Anbieter und sorgen dafür, dass der Wechsel reibungslos abläuft.

Mit dem Berliner Stromkabelnetz einmal um die Welt

Das Berliner Stromkabelnetz wird von der Stromnetz Berlin GmbH betrieben. Es ist über 35.000 Kilometer lang und reicht damit einmal um die Welt. 98 Prozent der Leitungen verlaufen unterirdisch. Mit dem Strom aus diesen Leitungen werden die rund 3,5 Millionen Einwohner in dem 892 Quadratkilometer großen Netzgebiet versorgt. Das Berliner Netz gilt als sehr zuverlässig. Statistisch gesehen fällt bei jedem Berliner Bürger nur alle 5 Jahre einmal der Strom aus. Berlin erzeugt jährlich 560 Megawatt Strom selbst. In der Stadt befinden sich 14 Kraftwerke (Stand: Mai 2016), die hauptsächlich mit Steinkohle und Erdgas betrieben werden. Zusätzlich importiert die Stadt an der Spree 1.364 Megawatt Strom aus anderen Regionen (Alle Informationen, wenn nicht anders angegeben: Stand 2015).

Obwohl die Lebenshaltungskosten in Ostdeutschland niedriger sind als im Westen, müssen die Berliner beim Strom tief in die Tasche greifen. Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Einer davon sind die Nutzungsentgelte, die die Stromanbieter an die Netzbetreiber zahlen, damit sie deren Stromnetze nutzen dürfen. Diese Entgelte sind in den neuen Bundesländern höher und dadurch fällt auch der Strompreis in Berlin höher aus. Im Osten gibt es besonders viele Anlagen für erneuerbare Energien. Produzieren Windräder an einem windigen Tag beispielsweise sehr viel Strom, kann er oft nicht ins Netz eingespeist werden, da dieses so große Stromkapazitäten nicht fasst. Die Windräder müssen dann abgestellt werden. Die Betreiber erhalten eine Entschädigung, wenn ihre Windräder nicht laufen. Diese Kosten legen die Netzbetreiber auf die Netzentgelte und damit auf die Kunden um.